Beziehungsweise 11 (c) 21jlid

#beziehungsweise - jüdisch und christlich: näher als du denkst

Sachor beziehungsweise 9. November

Brennende Synagogen, zerstörte Einrichtungen, Morde und Massenverhaftungen – die Reichspogromnacht des 9. November 1938 war ein Wendepunkt in der deutsch-jüdischen Geschichte. In der Erinnerungskultur jüdischer Gemeinden hierzulande ist dieses Datum zentral. Gemeinsame Geschichte ist identitätsstiftend, aber welches Selbstverständnis lässt sich aus erlittener Verfolgung und Vernichtung beziehen? Und wie gedenkt man der Schoah, der kaltherzig von Menschen begangenen monströsen Verbrechens, das unser Verstehen übersteigt?
Sachor, Erinnern und Gedenken, gehört zum Kern des Judentums und drückt sich in charakteristischen liturgischen Praktiken aus. Klagelieder und Gebete wie Kaddisch und El Malé Rachamim sind jahrhundertealte Ausdrucksformen von Trauer und Gedenken, die weiterhin benutzt werden, ohne damit der Schoah eine religiöse Deutung beizulegen. Daneben bezieht jüdische Erinnerungskultur heute eine Vielfalt anderer Formen ein, wie Zeitzeugenberichte, Kunstwerke, Namenslesungen. Auch unterschiedliche biographische Zugänge wirken sich auf die Gestaltung des Erinnerns aus: Überlebende gedenken anders als die Generation ihrer Enkel, aus der früheren Sowjetunion zugewanderte Juden bringen wieder andere Narrative mit. Einig sind sich alle darin, das „Sachor!“ fortzutragen und lebendig zu halten.

– Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg


2021 ist ein besonderes Jahr: Vor 1700 Jahren wurde zum ersten Mal eine jüdische Gemeinde in Deutschland erwähnt, nämlich im Jahr 321 in Köln in einem Edikt Kaiser Konstantins. Zu diesem Anlass wurde das bundesweite Festjahr „#2021 Jüdisches Leben in Deutschland“ ausgerufen. Auch wir als Katholik*innen sind aufgerufen, uns unserer jüdischen Wurzeln und Bezüge klarer zu werden und uns mit dem aktuellen jüdischen Leben in Deutschland zu beschäftigen.

Die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), das Bundesministerium des Inneren und der Verein "2021Jüdisches Leben in Deutschland" haben gemeinsam die Kampagne "beziehungsweise" gestartet. In zwölf Monatsplakaten, die jeweils einen christlichen mit einem jüdischen Feier- oder Gedenktag in Beziehung setzen, möchte sie Verbindendes zwischen Judentum und Christentum aufzeigen und Unterschiede benennen. Ein wichtiger Schwerpunkt der Kampagne ist das heutige jüdische Leben in Deutschland.

Darüber hinaus bietet die virtuelle Ausstellung "Shared History Project" des renommierten Leo-Baeck-Instituts lehrreiche Einblicke in jüdisches Leben nördlich der Alpen.

Hier erläutern Weihbischof Rolf Steinhäuser und Yechiel Bruckner, Rabbiner der Synagogengemeinde Köln, die Kampagne.

 

Pfarrbüro St. Remigius

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