Beziehungsweise 6 (c) jlid21

#beziehungsweise - jüdisch und christlich: näher als du denkst

Beim Namen gerufen: Namensgebung beziehungsweise Namenstag.

Das Judentum misst Namen eine große Bedeutung zu, denn sie sind Ausdruck der Zugehörigkeit eines Individuums zu Familien- und Gemeindetraditionen. Außerdem hegen Eltern die Hoffnung, dass sie ihrem Kind mit einem wohlklingenden, beziehungsreichen Namen ein positives Vorzeichen auf seinen Lebensweg mitgeben. Die Namensgebung ist bei Jungen Teil der Beschneidungszeremonie am 8. Lebenstag. Bei Mädchen wird der Name nach der Geburt im Rahmen einer Torahlesung in der Synagoge verkündet. In den letzten Jahrzehnten ist es üblich geworden, auch für Mädchen ein eigenes Ritual der Namensgebung zu feiern. Viele Kinder haben daneben noch einen „bürgerlichen“ Namen, der ihr offizieller Rufname ist.

Bei der Entscheidung für einen Namen werden häufig je nach regionalem Brauch verstorbene oder lebende Familienmitglieder geehrt, die auf diese Weise symbolisch das Kind durch das Leben begleiten. Daneben stehen eine Fülle biblischer Namen zur Auswahl und auch Namen, die Bezüge zum jüdischen Jahreskreis, zur Natur und zu erwünschten Charaktereigenschaften aufweisen. Die Eltern sind Teil des Namens, denn man wird stets als „X, Sohn/Tochter von Y und Z“ aufgerufen.

Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg

2021 ist ein besonderes Jahr: Vor 1700 Jahren wurde zum ersten Mal eine jüdische Gemeinde in Deutschland erwähnt, nämlich im Jahr 321 in Köln in einem Edikt Kaiser Konstantins. Zu diesem Anlass wurde das bundesweite Festjahr „#2021 Jüdisches Leben in Deutschland“ ausgerufen. Auch wir als Katholik*innen sind aufgerufen, uns unserer jüdischen Wurzeln und Bezüge klarer zu werden und uns mit dem aktuellen jüdischen Leben in Deutschland zu beschäftigen.

Die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), das Bundesministerium des Inneren und der Verein "2021Jüdisches Leben in Deutschland" haben gemeinsam die Kampagne "beziehungsweise" gestartet. In zwölf Monatsplakaten, die jeweils einen christlichen mit einem jüdischen Feier- oder Gedenktag in Beziehung setzen, möchte sie Verbindendes zwischen Judentum und Christentum aufzeigen und Unterschiede benennen. Ein wichtiger Schwerpunkt der Kampagne ist das heutige jüdische Leben in Deutschland.

Hier erläutern Weihbischof Rolf Steinhäuser und Yechiel Bruckner, Rabbiner der Synagogengemeinde Köln, die Kampagne.

 

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