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#beziehungsweise - jüdisch und christlich: näher als du denkst

Versöhnung feiern: Jom Kippur beziehungsweise Buße und Abendmahl.
Nach Tagen der Buße und Umkehr feiern Jüdinnen und Juden an Jom Kippur Versöhnung mit Gott. Christinnen und Christen erfahren Erneuerung durch Umkehr zu Gott. In Buße und Abendmahl feiern sie Gottes Gegenwart und bitten um Frieden und Versöhnung. Geschenkter Neuanfang.

Rosch HaSchanah und Jom Kippur gelten als die Hohen Feiertage des Judentums, denn an ihnen werden Fragen von Leben und Tod verhandelt. „Wer wird leben und wer wird sterben?“, fragt ein bekanntes Gebet, das zum jüdischen Neujahr und zum Versöhnungstag gesagt wird. Die dazwischenliegenden Zehn Tage der Umkehr werden als eine Zeit des Gerichts verstanden, in der Gott über unsere Fehler und Versäumnisse richtet und dementsprechend ein Urteil zu einer guten oder einer düsteren Zukunft über uns verhängt. Wir bemühen uns, diesen Richterspruch zu unseren Gunsten zu beeinflussen, indem wir selbstkritisch unser Leben betrachten, unsere Verfehlungen erkennen und uns ändern. 

Doch es genügt nicht, zu Gott um Vergebung zu flehen. Unrecht und Verletzungen, die wir anderen Menschen zugefügt haben, müssen wir selbst in Ordnung bringen: Zu diesen Menschen hingehen, um Verzeihung bitten und auch Verzeihung gewähren, den Schaden wiedergutmachen, steht als religiöses Gebot nicht hinter Gebet und Fasten zurück. Erst dann können wir auf Versöhnung hoffen und einen Neuanfang mit Gott, mit unseren Nächsten und auch mit uns selbst wagen.

Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg


2021 ist ein besonderes Jahr: Vor 1700 Jahren wurde zum ersten Mal eine jüdische Gemeinde in Deutschland erwähnt, nämlich im Jahr 321 in Köln in einem Edikt Kaiser Konstantins. Zu diesem Anlass wurde das bundesweite Festjahr „#2021 Jüdisches Leben in Deutschland“ ausgerufen. Auch wir als Katholik*innen sind aufgerufen, uns unserer jüdischen Wurzeln und Bezüge klarer zu werden und uns mit dem aktuellen jüdischen Leben in Deutschland zu beschäftigen.

Die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), das Bundesministerium des Inneren und der Verein "2021Jüdisches Leben in Deutschland" haben gemeinsam die Kampagne "beziehungsweise" gestartet. In zwölf Monatsplakaten, die jeweils einen christlichen mit einem jüdischen Feier- oder Gedenktag in Beziehung setzen, möchte sie Verbindendes zwischen Judentum und Christentum aufzeigen und Unterschiede benennen. Ein wichtiger Schwerpunkt der Kampagne ist das heutige jüdische Leben in Deutschland.

Die Online-Ausstellung "Jewersity" von Jan Feldman zeigt die Vielfalt  heutigen jüdischen Lebens in Deutschland. Die 15-Sekunden-Clips sehen Sie hier.

Hier erläutern Weihbischof Rolf Steinhäuser und Yechiel Bruckner, Rabbiner der Synagogengemeinde Köln, die Kampagne.

 

Pfarrbüro St. Remigius

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Aktuelle Meldungen

Wöchentliche Gottesdienstordnung und Pfarrecho

24. September 2021, 17:50
Ein schneller Blick auf unsere aktuellen Gottesdienste.
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Streaming-Messe vom 11.9. bis 26.9. aus St. Hubertus

18. September 2021, 10:00
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PGR-Wahl 2021

17. September 2021, 18:00
Am 6./7.11.21 sind PGR-Wahlen vorgesehen. Diese werden in unserem SB im kommenden Mai stattfinden.
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